• Mountainbike 06.06.2010 Comments Off

    Die Vorhersage für Ischgl war für das Wochenende ganz ok, aber nicht überragend. Die Vorhersage für den Gardasee war dafür richtig gut. So setzten unsere Freunde am Donnerstagmorgen noch einmal alle Telefone in Bewegung um eine Unterkunft am Lago aufzutreiben – ohne Erfolg. Also ging es nach Ischgl, genauer gesagt nach Kappl. Ehrlich gesagt, will man sich ja auch nicht in Riva oder Torbole rumtreiben, wenn alle Unterkünfte ausgebucht sind und sich mit den anderen Münchnern um Tische in den Pizzerien streiten. Dann doch lieber ab nach Österreich.

    Der Donnerstag war, wie vorhergesagt, noch recht verregnet und unser Ausflug zum Kopssee endete in einer dichten Nebelwand. Das konnte ja heiter werden. Trotz Regens zog es den Mann und mich dann gegen Abend doch noch aufs Rad und so legten wir immerhin ein paar Höhenmeter an diesem ersten Tag zurück und freuten uns auf das bereits fertig zubereitete Abendessen auf der Hütte. Satt und zufrieden wurde sich schnell in die Betten gekuschelt und auf den nächsten Tag gehofft.

    Das Frühstück wurde in der Hütte genommen, denn die Temperaturen luden noch nicht auf die Terrasse ein, aber es sah viel versprechend aus. So wurde Kind und Kegel auch schnell zusammen gepackt und auf ging es ins Jamtal. Hätte man nicht zu Hause ein kleines aber wichtiges Detail vergessen – die Kupplung für den Kinder-Radanhänger. Zu dumm, so konnten wir nicht zu fünft aufbrechen, sondern mussten uns aufteilen. Der Papa blieb mit seiner Tochter im Tal, während wir übrigen drei uns mit den Rädern auf den Weg zur Jamtal-Hütte machten.

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    Selten einen solch perfekten Weg gesehen – gemütlich schlängelte sich der Wanderweg entlang eines Flusses immer tiefer in das Jamtal. Unglaubliche Ausblicke auf schneebedeckte Berge boten sich uns von den ersten Metern und je tiefer wir ins Tal vordrungen, desto grandioser wurde der Blick. Andere Radfahrer oder Wanderer begegneten uns nicht, so dass wir in vollkommener Ruhe diese Idylle geniessen konnten.

    Kurz vor der Hütte mussten wir dann doch noch etwas fester in die Pedale treten, da die Steigung merklich zunahm. Aber nur für ein kurzes Stück und schon standen wir vor verschlossenen Türen. “Die Jamtal-Hütte hat auf jeden Fall auf”, so hatte man uns im Ort gesagt. Na ja, dem war wohl nicht so und die ersehnte Brotzeit musste noch warten.

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    Der Rückweg verlief paralell zum Hinweg, nur auf der anderen Flußseite und nicht auf einem breiten Schotterweg, sondern auf einem herrlichen Singletrail. Einige Schneefelder mussten zwar noch überquert werden, aber die freien Stellen waren traumhaft.

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    Leider blieben wir nach einem guten Drittel des Weges in knietiefem Schlamm stecken, so dass wir gezwungen waren wieder auf die andere Uferseite zu wechseln. Im Sommer muss ich unbedingt noch einmal wiederkommen und den kompletten Trail fahren.

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