• Bergtouren, Mountainbike 01.11.2010

    Die Erwartungen waren hoch. Die Ausschreibung unseres Ligurien-Urlaubs versprach eine “echte” All-Mountainwoche mit maximalem Trailspaß “im anderen Ligurien”. Tobi Krause (TrailXperience) und Mathias Marschner (Progetto Annibale) tönten laut: “wir sind sicher, noch nie so viele Höhenmeter auf traumhaften und extrem abwechslungsreichen Singeltrails gefahren zu sein.” Wir waren also sehr gespannt.

    hotel

    Die Anreise am Samstag verlief problemlos und so konnten wir am Nachmittag bereits unsere Mitstreiter der nächsten Woche kennenlernen und unsere Appartements in der Villa Giada in der Nähe Imperias beziehen – unserem Ausgangspunkt der ersten drei Tage. Das noch sehr milde Klima erfreute uns, nach doch sehr kalten Wochen in München, sehr. Und die Wettervorhersage für unsere Urlaubszeit war auch sehr vielversprechend. Das erste gemeinsame Abendessen ließ schon einen kleinen Ausblick auf die kommenden kulinarischen Schlemmertage erahnen. Zum Abnehmen waren wir ganz bestimmt nicht hier. Mit 4 Gängen bester italienischer Küche wurden wir verwöhnt – viel Energie für den ersten Tag auf dem Bike. In freudiger Erwartung verschwanden wir alle nach dem Essen ins Bett, schließlich wollten wir fit und ausgeruht in die Trails starten.

    Und dann ging es endlich los! Bei strahlendem Sonnenschein sammelten wir uns zum Bikecheck vor dem Hotel – wer waren gleich noch die ganzen Leute? In Bikeklamotten sehen alle irgendwie anders aus. Zum Glück gab es noch eine kurze Vorstellungsrunde, da wußte ich auch gleich warum sich jeder einzelne angemeldet hatte. Was dabei auffiel, war, dass fast alle entweder Tobi oder Mathias von einer anderen Reise her kannten – Wiederholungstäter wie wir. Wenn das mal nicht für Qualität spricht. 14 Teilnehmer + 4 Guides waren wir zusammengenommen, davon 4 Italiener, 14 Deutsche, 4 Weiblein und 14 Männlein – eine gute Mischung.

    Was dann kam war einfach nur gigantisch – drei Tage lang wurden wir von Mathias und Tobi auf den Trails im Hinterland von Imperia fahrtechnisch fit gemacht für den zweiten Teil der Reise. Und da wir ja noch nicht wußten, was noch alles auf uns zukommen würde, wähnten wir uns jetzt schon im Bikehimmel. Gute 1000 – 1400 Höhenmeter pro Tag brachten uns zu traumhaften Trails rund um Dolcedo. Dabei mussten wir keinen einzigen Trail in den drei Tagen zwei Mal fahren. Die alten Römerwege und Maultierpfade boten ein fast nicht enden wollendes Vergnügen für jeden Trailliebhaber und besonders für Freunde von Spitzkehren gab es kein Halten mehr. Zwischendurch passierte man immer mal wieder kleine ursprüngliche Dörfer auf schmalen Treppenpfaden, bevor man wieder in den “Urwald” abtauchte. Geübt wurde dabei fleißig, sowohl Technik als auch Schläuche flicken, denn die Dornen hatten es ganz schön in sich und der Rat gleich meherer Ersatzschläuche im Gepäck zu haben, war sehr weise.

    Treffpunkt in den ersten Tagen war immer wieder eine kleine Bar in Dolcedo. Massimo versorgte uns mit ausgezeichneten Brotzeiten und der nötigen Crema, die fast schon literweise getrunken wurde. Was sollten wir nur in der zweiten Urlaubshälfte machen?

    Mathias und Tobi hatten aber auch da wieder vorgesorgt. Der erste Tag unserer Ligurien-Durchquerung brachte uns in das kleine Bergdorf Realdo und dort wurden wir gleich beim Dorfwirt, der mit seiner Frau auch gleichzeitig die beiden letzten dauerhaften Bewohner des Ortes sind, eingeführt. Immer gut zu wissen, wo man sich nach einer Tour wieder stärken kann! Gleichzeitig führten die beiden auch noch den kleinen Alimentari im Ort sowie das einzige Restaurant, in welchem wir königlich versorgt wurden. Auch hier mussten wir auf die inzwischen gewohnten 4 Gänge nicht verzichten und zum Frühstück gab es sogar ofenwarme Croissants mit selbstgemachter Marmelade. Wieso heißt es eigentlich “Leben wie Gott in FRANKREICH”? Es müsste LIGURIEN heißen.

    Der letzte Tag in Dolcedo und die drei Tage Ligurien-Durchquerung hinterließen bei jedem einzelnen Teilnehmer (und auch bei den Guides) ein unglaubliches Glücksgefühl. “Episch”, um es einmal mit Mathias’ Worten zu sagen. Dank des Föhn Wetters hatten wir von den Gipfeln eine Aussicht, die uns bis nach Koriska blicken ließ und die Pfade wurden von Tag zu Tag besser und abwechslungreicher. Aber Bilder sagen in diesem Fall mehr als Worte:

    3-tag

    4-tag-uphill

    4-tag-gipfel-in-sicht

    4-tag-gipfel

    4-tag-gipfel-2

    brotzeit

    sonnenbank

    ankunft

    Und wie immer kann ich die Reisen mit TrailXperience und Progetto Annibale nur empfehlen. Von der Organisation her war das Ganze tadellos, die Dramaturgie der Reise war perfekt aufeinander abgestimmt, Flexibilität wurde groß geschrieben und die Rundum-Betreuung war einfach ein Traum.  Selten hab ich mich so gut aufgehoben gefühlt. Danke für eine wundervolle Tour! Der perfekte Abschluß für eine großartige Bikesaison 2010!

    dreamteam

    Weitere Fotos gibt es in der Fotogalerie und hier:

    Isar-Bella: http://www.facebook.com/album.php?aid=46208&id=100000137165867&l=8fffd2ef4d

    Progetto Annibale: http://www.facebook.com/#!/album.php?aid=291065&id=384471166080&page=4

    Moonrider: http://www.moonrider.it/forum/viewtopic.php?f=4&t=327

    Rönne: www.webzelle.de

    Und noch ein weiterer hilfreicher Link:

    Riviera Bike: http://www.rivierabike.co.uk/

    Posted by Britta @ 12:38

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