• Bergtouren 28.06.2010 Comments Off

    Die Jungs gehen auf Fußballtour – wir gehen wandern (und schauen auch Fußball). Für unser Frauenwochenende ohne Kinder und Männer hatten wir uns Innsbruck ausgesucht – eine nette Stadt mit direktem Zugang zu den geliebten Bergen. Erst war London angedacht, aber mit Blick auf das Bankkonto wurde Innsbruck doch sehr viel attraktiver. Und ich lauf eh lieber durch die Natur als durch Einkaufsstrassen. Vor allem bei dem Wetter – endlich ist der Sommer da!

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    Am Freitag trudelten die ersten bereits am Vormittag in Innsbruck ein. Ich kam zusammen mit J. aber erst am Abend pünktlich zum 20:30 Uhr-Fußballspiel mit der Bahn an. Es hieß Daumen drücken für die Schweiz – leider ohne Erfolg. Trotz Niederlage hatten wir aber einen netten Abend und schmiedeten Pläne für die Wandertour am nächsten Tag. Wir entschieden uns für den Goetheweg, einen Höhenweg auf 2000 Metern bis zur Pfeishütte. Falls wir dann noch Lust und Zeit hätten, könnten wir auch zu Fuß bis ins Tal gehen anstatt die Gondel zu nehmen.

    Am nächsten Morgen ging es gleich in der Früh los und mit der Bahn auf zur Hafelekar-Hütte. Trotz angekündigtem Sonnenschein war es noch recht frisch in dieser Höhe, doch wurde uns schnell warm. Unsere Erwartungen an den Höhenweg wurden nicht enttäuscht – tolle Ausblicke auf Innsbruck und ins Karwendel wurden uns geboten und zu unserer Unterhaltung begegneten uns auch recht amüsante Schafe auf unserem Weg, die wir gleich ins Herz schlossen.

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    Langsam schlängelte sich der Weg ins Gebirge – mal ging es ein wenig hoch, dann wieder runter, mal über Geröll, dann über Schnee oder Wiese bis wir die Pfeishütte erreichten. Dort fielen wir über unseren mitgebrachten Proviant her, den wir netterweise auf der Hütte verzehren durften.

    Auf dem Rückweg wollten wir dann entscheiden, ob wir den Weg nur bis zur Gondel oder vorher auf eine alternative Strecke runter ins Tal abbiegen wollten.  Da ergab sich das erste Problem  – die Sohle von C.s Wanderschuh begann sich zu lösen und eine genaue Betrachtung der quasi antiken Schuhe ließ erkennen, dass auch der zweite Schuh, nicht mehr allzu lange überleben würde. Dank des Erste-Hilfe-Beutels, den ich immer in meinem Rucksack dabei hab, und dem darin enthaltenen Leukoplastbandes konnten wir die Sohle wieder am Schuh fixieren. Natürlich löste sich kurze Zeit später auch die andere Sohle und das Band reichte gerade für den Rückweg – schließlich musste die Konstruktion etwas häufiger erneuert werden, da sich das Band immer wieder durchscheuerte auf dem felsigen Untergrund. Ab sofort werde ich auch immer Panzertape mit auf Tour nehmen und es wird nicht nur ein Bike-Check beim Biken, sondern auch ein Schuh-Check beim Wandern durchgeführt!

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    Auf dem Rückweg hatten wir dann leider auch noch einen zweiten Zwischenfall  – eine allergische Reaktion, von der keiner wußte was diese ausgelöst hatte und sich in wirklich vielen Pusteln an C.s Beinen äußerte. Beim Anschwellen der Zunge hatten wir dann alle kurz doch Bedenken die Tour fortzusetzen und machten erst einmal Pause. Wasser, Ruhe und Anti-Histamine sei dank, konnten wir dann aber doch langsam weiter gehen und mussten nicht zur Hütte zurück. Damit war jedoch klar – der schnellste und kürzeste Weg nach Hause sollte es sein. Kurz vor 17 Uhr waren wir an der Gondelstation und erreichten bequem die vorletzte Bahn nach unten. C. konnte dann noch schnell in das letzte offene Sportgeschäft düsen und sich neue Wanderschuhe für den Sonntag kaufen.

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    Am Sonntag waren wir uns alle einig, dass wir spätestens um 15 Uhr wieder in Innsbruck sein mussten - den WM Klassiker Deutschland gegen England wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also planten wir eine kurze Tour vom Hotel aus bis zur Arzler Alm und dann wieder zurück über Hungerburg zum Hotel. Bei fast 30 Grad, waren wir froh um den Schatten, den die Bäume und boten. Landschaftlich war es eine komplett andere Tour als die Höhentour am Samstag, aber auch sehr schön. Ich muss unbedingt mit dem Fahrrad nochmal nach Innsbruck, denn auf unserem Weg sind mir ne Menge netter Trails begegnet. Nur den Nordkettentrail werd ich dankend auslassen – diesen konnte ich aus der Bahn und vom Weg aus beobachten und dafür muss ich noch ne Menge üben.

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    Pünktlich um 14:30 Uhr waren wir wieder in Innsbruck und mit Umziehen und Eis essen, schafften wir es bis 15:20 Uhr ins Treibhaus und ergattern dort den letzten Tisch genau vorm Fernseher. Das die deutsche Nationalmannschaft, dann auch noch 4:1 gegen England gewann, passte zum Wochenende – wir hatten einfach alles richtig gemacht.

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  • Mountainbike 21.06.2010 Comments Off

    Kurzfristig wurde ich noch für das diesjährige Mut tut gut Seminar auf dem Spielberghaus als zweiter Bikeguide engagiert, was mich natürlich wahnsinnig gefreut hat – war ich doch erst letztes Jahr selbst Teilnehmerin dieses Kurses und sowohl begeistert vom Kurs und Petra als auch vom Spielberghaus und Bine und Walter.

    Um die Pflicht mit dem Angenehmen zu verbinden, fuhren der Mann und ich bereits am Freitag raus nach Saalbach und trafen uns dort mit Petra und den Tegernseern D. und B. um gleich in der Früh am Samstag aufzubrechen auf eine kleine Trailtour. Dank der Joker-Card, die man als Gast des Spielberghauses dieses Jahr erhält, war die Benutzung der Seilbahnen umsonst. Also wieder keine Tour um die Fitness zu verbessern, aber umso mehr Spaß auf dem Hackelbergtrail. Und diese wenigen fiesen, steinigen, schottrigen Höhenmeter die wir zurücklegen mussten zum Einstieg, haben mir eigentlich auch gereicht.

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    Nachmittags um 16 Uhr ging es dann los mit dem Kurs. Beim ersten Zusammentreffen der 14 Teilnehmerinnen und uns ging es gleich in medias res. Kein großes Vorgeplänker, sondern gleich ran an den Speck. “Meine Probleme liegen hier”, “ich habe Angst vor” und jede Menge Fallbeispiele. Bei einem Großteil der Geschichten musste man sich auf die Zunge beißen um nicht gleich einzufallen mit “Ja genau”. Petra, mit ihrem unglaublichen Gespür für Menschen und einer ausgezeichneten Beobachtungsgabe brachte die Probleme jeder einzelnen Frau mal wieder genau auf den Punkt und brachte jede wohl auch zum Nachdenken.

    Nach noch ein wenig Theorie hieß es dann aber genug der Worte und rauf aufs Rad. Eigentlich muss man es ja gar nicht mehr erwähnen, aber es regnete mal wieder in Strömen. Einmal naß, schien es aber niemandem mehr aufzufallen:

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    Erst hieß es Namen lernen bei einem kleinen Gleichgewichtsspiel und dann ging es an die ersten Hindernisse – B. und mir war es vor allem wichtig zu sehen, wie es so mit den Grundlagen der Biketechnik aussah und welche Schwierigkeiten wir am nächsten Tag alles einplanen konnten. Gar nicht so einfach – war der nasse Untergrund doch schon fast Herausforderung genug. Selbst “einfache” Stellen wurden durch den Regen zu regelrechten Schlüsselstellen und die Bandbreite der Fahrerinnen – von der Anfängerin bis zur Downhill-Bikerin – machte es nicht gerade einfacher für uns. Zum Glück aber waren wir zu dritt, so dass wir für jeden etwas finden sollten.

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    Sonntags ging es aber zunächst wieder mit Theorie weiter und wir lernten einiges über das Lernen, über Synapsen und Dopamin und vor allem über den Umgang mit uns selbst und den Aufbau von Selbstvertrauen. Unglaublich wie schlecht man sich oft selbst behandelt.

    Mit dem neuen Wissen ging es wieder raus in den Regen und auf die Trails rund um das Spielberghaus. Jede Teilnehmerin hatte Kärtchen mit “Regieanweisungen” im Gepäck, von der sie sich bei jeder Fahrt eine aussuchen sollte. Mal sollte das Hindernis “flüssig, elegant”, mal “fröhlich, heiter” und mal als “Cowboy” überfahren werden. Das nächte Mal sollte man auf den Blick achten oder auf die Atmung… Jedes Mal finde ich es erstaunlich wie unterschiedlich man je nach Anweisung fährt und wie schnell man herausfindet, was für einen funktioniert und was nicht.

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    Am Ende des Nachmittags hatte (so hoffe ich) jede Teilnehmerin ein Erfolgserlebnis und konnte für sich persönlich etwas mitnehmen. Ich habe auch ne Menge gelernt und war begeistert von den schnellen Fortschritten und dem großen Mut, die jede einzelne aufgebracht hat. Vor allem hatten wir aber viel Spaß und ein tolles Wochenende:

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  • Allgemein 17.06.2010 Comments Off

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  • Mountainbike 14.06.2010 Comments Off

    So, mein erster Kurs für die DIMB IG München liegt hinter mir – wohl gemerkt “gegebener Kurs”.  Gestern hieß es “Erste Hilfe fürs Rad für Frauen”. Das Wetter war uns hold und es blieb bis zum späten Nachmittag trocken. Zum Glück -  im Regen Platten flicken, Ketten nieten und Federgabeln einstellen, hätte doch nicht soviel Spaß gemacht.

    Den ersten Teil des Tages verbrachten wir im Biergarten des Alten Wirts in Thalkirchen. Zunächst wurden die Rücksäcke ausgepackt um zu demonstrieren was in einen Tourenrucksack hineingehört.  In kürzester Zeit war der Biertisch überfüllt mit Pumpen, Schläuchen, Flickzeug, Kettennietern, kleineren und größeren Tool, Ersatzspeichen, Kettenschlössern, etc. Da konnte ja eigentlich nicht mehr viel schief gehen, oder? Ein kleines Problem gab es da noch zu klären – was mach ich mit dem ganzen Kram?

    In den nächsten Stunden wurden die Räder fleissig auseinander und wieder zusammengebaut. Ein netter älterer Her kam zu uns herüber und fragte, ob er uns helfen könne. Sehr sympathisch, aber selbst ist die Frau!  Nachdem wir die wichtigsten Notfallmaßnahmen ausreichend geübt hatten, machten wir uns natürlich noch an die Frage, wie ich Pannen überhaupt vermeiden kann.  Also machten wir noch einen sehr umfangreichen Bike-Check und stellten dabei gleich die Räder richtig auf die Fahrerinnen ein.  Blieb uns nur noch ein kurzer Vortrag über Bikepflege und ab ging es zur Belohnung auf die Isartrails. Das hatten wir uns wirklich verdient…

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  • Allgemein 06.06.2010 Comments Off

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  • Mountainbike 06.06.2010 Comments Off

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  • Mountainbike 06.06.2010 Comments Off

    Endlich Sommer. In kurzer Hose und T-shirt konnten wir unseren morgendlichen Kaffee und die obligatorischen Honigbrote bei strahlendem Sonnenschein auf der Terasse geniessen und dabei die heutige Tour planen. Mit Herrn K. aus B. (bald L.) kann man natürlich keine vorgeschrieben Tour mit GPS Daten fahren, sondern da wird die Wanderkarte gezückt und nach möglichen Wegen geschaut. Startpunkt war unsere Hütte – das war schonmal praktisch. Die ersten 150 – 200 Höhenmeter waren eine Tragestrecke – das war nicht ganz so praktisch aber verkraftbar. Danach ging es einen Wanderweg hoch zur Diasalpe und weiter zur Neuen Diasalpe, wo wir schauen wollten, ob man eventuell auf den eingezeichneten Höhenweg “Kieler Weg” einsteigen könnte.

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    Nach kurzer Beratung wurde uns jedoch schnell klar, dass dies wieder eine Menge Schieben bedeuten würde, ohne dass wir viel davon hätten, denn auf der anderen Seite wäre eine Forststraße ins Tal gegangen.

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    Also entschieden wir uns lieber für den Trail vor unseren Füßen:

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    Keine schlechte Wahl. Auf den letzten Metern vor der Hütte musste Herr K. dann leider noch einen kurzen Abflug ins Gebüsch machen (muss irgendwie an uns liegen, denn bei der letzten gemeinsamen Tour ist das auch passiert), bei dem ihm zum Glück nichts passiert ist, sein Fahrrad aber eine Beule im Rahmen abbekommen hat. (Herr K., sie brauchen eindeutig mehr Federweg!)

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    Ein Nachmittag im Liegestuhl auf der Sonnenterrasse und Vegetarier-freundliches Grillen am Abend rundeten den Tag würdig ab. Schöner muss es gar nicht sein.

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  • Mountainbike 06.06.2010 Comments Off

    Die Vorhersage für Ischgl war für das Wochenende ganz ok, aber nicht überragend. Die Vorhersage für den Gardasee war dafür richtig gut. So setzten unsere Freunde am Donnerstagmorgen noch einmal alle Telefone in Bewegung um eine Unterkunft am Lago aufzutreiben – ohne Erfolg. Also ging es nach Ischgl, genauer gesagt nach Kappl. Ehrlich gesagt, will man sich ja auch nicht in Riva oder Torbole rumtreiben, wenn alle Unterkünfte ausgebucht sind und sich mit den anderen Münchnern um Tische in den Pizzerien streiten. Dann doch lieber ab nach Österreich.

    Der Donnerstag war, wie vorhergesagt, noch recht verregnet und unser Ausflug zum Kopssee endete in einer dichten Nebelwand. Das konnte ja heiter werden. Trotz Regens zog es den Mann und mich dann gegen Abend doch noch aufs Rad und so legten wir immerhin ein paar Höhenmeter an diesem ersten Tag zurück und freuten uns auf das bereits fertig zubereitete Abendessen auf der Hütte. Satt und zufrieden wurde sich schnell in die Betten gekuschelt und auf den nächsten Tag gehofft.

    Das Frühstück wurde in der Hütte genommen, denn die Temperaturen luden noch nicht auf die Terrasse ein, aber es sah viel versprechend aus. So wurde Kind und Kegel auch schnell zusammen gepackt und auf ging es ins Jamtal. Hätte man nicht zu Hause ein kleines aber wichtiges Detail vergessen – die Kupplung für den Kinder-Radanhänger. Zu dumm, so konnten wir nicht zu fünft aufbrechen, sondern mussten uns aufteilen. Der Papa blieb mit seiner Tochter im Tal, während wir übrigen drei uns mit den Rädern auf den Weg zur Jamtal-Hütte machten.

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    Selten einen solch perfekten Weg gesehen – gemütlich schlängelte sich der Wanderweg entlang eines Flusses immer tiefer in das Jamtal. Unglaubliche Ausblicke auf schneebedeckte Berge boten sich uns von den ersten Metern und je tiefer wir ins Tal vordrungen, desto grandioser wurde der Blick. Andere Radfahrer oder Wanderer begegneten uns nicht, so dass wir in vollkommener Ruhe diese Idylle geniessen konnten.

    Kurz vor der Hütte mussten wir dann doch noch etwas fester in die Pedale treten, da die Steigung merklich zunahm. Aber nur für ein kurzes Stück und schon standen wir vor verschlossenen Türen. “Die Jamtal-Hütte hat auf jeden Fall auf”, so hatte man uns im Ort gesagt. Na ja, dem war wohl nicht so und die ersehnte Brotzeit musste noch warten.

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    Der Rückweg verlief paralell zum Hinweg, nur auf der anderen Flußseite und nicht auf einem breiten Schotterweg, sondern auf einem herrlichen Singletrail. Einige Schneefelder mussten zwar noch überquert werden, aber die freien Stellen waren traumhaft.

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    Leider blieben wir nach einem guten Drittel des Weges in knietiefem Schlamm stecken, so dass wir gezwungen waren wieder auf die andere Uferseite zu wechseln. Im Sommer muss ich unbedingt noch einmal wiederkommen und den kompletten Trail fahren.

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  • Allgemein 02.06.2010 Comments Off

    logo-deutsches-rotes-kreuz Stabile Seitenlage, Herz-Druck-Massage, Druckverband, Erstversorgung, Notruf absetzen, etc….. Alles noch bekannt? Kann man aus dem Efef? Ich irgendwie nicht und dabei ist mein letzter Erste Hilfe Kurs gerade einmal knapp 2 Jahre her. Der Mann hat seinen letzten Kurs zum Führerschein gemacht und ich vermute die Erinnerung daran ist auch nicht mehr besonders gut. Damals saß man doch recht desinteressiert im Lehrgang und wollte nur den Schein, damit man endlich Autofahren durfte. Nachdem ich aber ab und zu gerne mal von meinem Rad falle, dachte ich mir es ist keine schlechte Idee, wenn der Mann weiß wie er mich rettet.

    Ein befreundeter Mountainbiker hatte dann auch gleich das richtige Angebot: ein Outdoor Erste Hilfe Kurs mit Schwerpunkt Biken in Diessen am Ammersee. Nicht nur dröge Theorie im Kursraum, sondern gleich auch Fallbeispiele in der Natur. Das hatte ich ja schon bei meiner Trailscout-Ausbildung, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.

    Samstagmorgen ging es pünktlich um 9 Uhr los in den Räumlichkeiten des DRK in Diessen. ZUnächst war die Theorie an der Reihe – wie verhalte ich mich überhaupt bei einem Notfall, wie setze ich einen richtigen Notruf ab und wie sind überhaupt die Notrufnummern im europäischen Ausland. Was gehört zu den Sofortmaßnahmen, was zur Ersten Hilfe und wie lege ich einen Verband, der nicht rutscht? Unser Favorit dabei war der Kopfverband. Hoch konzentriert und motiviert verging die Zeit viel zu schnell, so dass wir den Theorieteil irgendwann abbrechen und auf den Sonntag verlegen mussten, damit wir noch aufs Rad kamen. Schließlich schien die Sonne endlich einmal und für den kommenden Tag war wieder Regen vorher gesagt . Im Regen wollte irgendwie keine Opfer spielen.

    Kaum 10 Minuten auf dem Rad hatten wir auch schon unsere erste Schulterverletzung. In rascher Abfolge folgten Platzwunden, Bewußtlose und im Hang abgestürzte Radfahrer. Jeder musste einmal die Führung übernehmen und sich dem Notfall stellen. Ich ließ mein armes Opfer vor lauter Bewußtlosigkeit und stabiler Seitenlage leider verbluten, da ich seine Kopfwunde ignorierte. Aber ich habe die Hoffnung, dass ich im Ernstfall das Blut am Kopf  sehen werde… Ganze vier Stunden trieben wir uns so in den Wäldern rund um Diessen auf, bis wir unserem Hunger Tribut zollen mussten und uns zu Herrn P. nach Hause zum Grillen verzogen. Es folgte ja schließlich noch ein zweiter Tag.

    An Tag 2 stand die Herz-Druck-Massage auf dem Programm, sowie alle möglichen internistischen Fälle wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Allergien, Hitzschlag, Sonnenstich und Vergiftungen wurden dann auch noch kurz behandelt und es blieb die Erkenntnis, dass die Erste Hilfe Maßnahmen sich alle recht ähneln und dass alles besser ist als gar nichts zu tun.

    Theoretisch gut ausgebildet für den Notfall hoffe ich jetzt, dass nichts passieren wird… so wie man einen Regenschirm mitnimmt, damit es nicht regnet.

    Das Regenwochenende haben wir diesmal optimal ausgenutzt und neben einer Menge lehrreicher Dinge, hatten wir auch ne Menge Spaß und haben interessante Leute kennengelernt – einen ehemaligen Ultra-Triathlon Teilnehmer und einen TRIPLE-Ultra-Triathlon Teilnehmer in einer Gruppe hat man wohl eher selten. Daher wurden die beiden auch ein wenig mit Fragen von mir durchlöchert…

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