
Der Frühling ist endgültig da. 23 Grad am heutigen Dienstag lassen das Mountainbiker-Herz höher schlagen. Da muss ich doch meine 25 Stunden Woche ausnutzen und am Nachmittag in die Berge fahren. Die Isartrails werden mir sonst noch überdrüssig - und schließlich ist es immer noch April. Die einschlägigen Bekannten aus der Region hatten leider alle keine Zeit, so dass ich einen kleinen Kampf mit meinem inneren Schweinehund austragen musste, bevor ich mich endgültig dazu entschied auch alleine auf die Kampenwand zu fahren. Also Rucksack gepackt, Radl aufs Auto und ab nach Aschau….
Am Parkplatz der Festhalle packte ein MTBler gerade seine Sachen wieder zusammen und ansonsten war weit und breit niemand zu sehen. Egal. Noch ein wenig Luft in die Reifen, Helm auf, Musik an und ab auf den Berg. Der untere Reitweg war einfach ein Traum, die Asphaltrampen mal wieder fies (bin aber trotzdem NICHT abgestiege, sonderen hab mein Rad fleissig den Berg hochgetreten) und der Blick oben auf den Kamm der Kampenwand einfach berauschend. Wie gemalt ragten die Felsen in den Himmel. Kurz vor der Schlechtenberg-Alm traf ich dann doch noch auf die letzten Schneereste, die mich zu einer kurzen Schiebpassage zwangen, bevor es links rein in den Trail ging. Auch hier noch ein kurzes Schiebestück wegen Schnee, aber dann war der Weg frei… Zu Sicherheit wurde noch kurz der Mann angerufen, dass ich mich nun auf die Abfahrt begebe und dass er doch bitte die Bergwacht rufen soll, wenn ich mich in ner Stunde icht als lebend und unverletzt zurückgemeldet habe.
Den Trail runter kenne ich inzwischen ja recht gut, aber er ist einfach immer wieder schön und macht Laune. Da wird einem sofort wieder klar, warum man sich alleine an einem Dienstagnachmittag ins Auto setzt und 80 km ins Chiemgau fährt.

























